Am 24. September 2016 konnte die Freiwillige Feuerwehr Ispringen im Rahmen des Spritzenhausfestes ihr neues HLF10 offiziell in Dienst stellen.

Das alte LF 8 hatte jahrelang zahlreiche Einsätze erfolgreich gemeistert - und doch nagt der Zahn der Zeit an jeder Technik. Mit dem Baujahr 1988 und stolzen 28 Jahren auf dem Buckel war es sogar älter als so mancher der Feuerwehrleute, die zu jeder Tages- und Nachtzeit ausgerückt sind, um Bürgern in Not schnelle und wirksame Hilfe zu leisten. Der technische Zustand des Fahrzeuges war jedoch zuletzt altersbedingt so schlecht, dass die Einsatzbereitschaft des Fahrzeuges nicht mehr sichergestellt war. Deshalb war die Beschaffung des neuen Löschfahrzeugs zur Verbesserung der Einsatzbereitschaft der Ispringer Wehr dringend geboten.

So machte man sich bereits im Jahr 2012 Gedanken über die Anforderungen an ein neues Einsatzfahrzeug für die Gemeindefeuerwehr. Im Feuerwehrbedarfsplan wurden alle Gefahren und Risiken auf dem Gemeindegebiet analysiert, erfasst und auf diese Weise die Sollausstattung der Gemeindefeuerwehr festgelegt. Daraus ergab sich, dass ein Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF10 beschafft werden sollte. Die Neubeschaffung des Fahrzeugs musste europaweit ausgeschrieben werden. Nach Fertigstellung der Ausschreibungsunterlagen gingen bald die Angebote der Hersteller ein und es wurde klar, dass die Firma Rosenbauer aus Österreich mit einem Fahrzeug der Compact Line auf einem Fahrgestell MAN TGL 12.250 den Auftrag erhalten würde. Der Gemeinderat gab grünes Licht und bewilligte die Beschaffung.

Die hochwertige und durchdachte Ausstattung des Fahrzeugs dient auch der Sicherheit der Einsatzkräfte. So sind beispielsweise alle Geräte ohne Auftritte entnehmbar, alle Atemschutzgeräte können problemlos im Mannschaftsraum angelegt werden, was im Einsatzfall einen Zeitvorteil bringen kann. Das neue HLF 10 verfügt außerdem über umfangreiche Verkehrswarneinrichtungen, wie z.B. weithin sichtbare LED-Blitzer am Heck des Fahrzeugs zur Absicherung von Unfallstellen und hervorragende LED-Beleuchtungstechnik die auch ein sicheres Arbeiten bei Nacht ermöglicht. Zusätzlich wurde das Fahrzeug mit einem 2000-Liter Löschwassertank ausgestattet, was gerade bei sich entwickelnden Einsatzstellen Zeitvorteile und eine gewisse Unabhängigkeit und Flexibilität mit sich bringt. Über die Normbeladung hinaus, konnten im Fahrzeug einige Zusatzgeräte untergebracht werden, um den Einsatzwert zusätzlich zu erhöhen. Dazu gehören beispielsweise ein Power-Moon, Säbelsäge sowie ein Akkuschrauber mit Akkuladegerät im Geräteraum. Der Hilfeleistungssatz neuester Generation bestehend aus Spreizer und Schere mit Kompakt-Hydraulikaggregaten mit seinem umfangreichen Zubehör, wie z.B. Weber Stabfast, pneumatische Hebekissen, Spineboard, Schleifkorbtrage sowie die hydraulischen Teleskoprettungszylinder machen eine patientengerechte Rettung nach aktuellem Stand der Technik möglich.

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